Karneval… ein „Kostüm“ muss her!

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Moin!

ja glaubt man es? Da schafft man es jahrelang erfolgreich, einen GROSSEN Bogen um Karneval zu machen, und kaum hat man ne handvoll Auswärtiger(Kanadier, Australier, Argentinier….) um einen rum, klappt das nicht mehr.

Nun gut. Ich bin Freitag auf eine eigentlich Geburtstagsparty geladen. Der Gastgeber erlebt heuer sein erstes rheinisches Karneval und erwähnte in der Einladung in einem nicht zu übersehenden Nebensatz, dass AUSDRÜCKLICH um Kostümierung gebeten wird.

OK. Nun mögen einige von Euch sagen – ziehs Nürchen oder das Linchen an. Könnte ich….aaaaaaaaaaaaber:
Das Linchen ist nicht wirklich wohnungstauglich, von der toilettentauglichkeit ganz zu schweigen.
Das Nürchen ist zwar wohnungstauglich, aber das mit der Toilettentauglichkeit wird schon schwieriger.
Dazu kommt, dass wir wohl nur bei meinem Kollgen starten und der weitere Plan vorsieht, ins Les Halles weiterzuziehen. Und ne Disko mag ich meinen Kostümen nun wirklich nicht zumuten!

Da mir die Idee mit der Nüre grundsätzlich aber doch gefällt, werde ich mir etwas historisch angehauchtes in Richtung Tournüre nähen.
Dafür brauche ich also einen Unterbau – 2 habe ich ja eigentlich aber auch hier offenbaren sich ein paar nicht zu verachtende Problemchen:
TV101 ist relativ schwer… das könnte ohne Korsett unangenehm werden.
Der Hummer ist seeeeeeeeehr ausladend –> wie war das doch gleich mit der Toilettentauglichkeit?

Also musste etwas neues her. Den Hummerschnitt gibbet auch noch in einer abgespeckten Variante. Blöderweise habe ich zu Hause kein Werkzeug, um Flachfederstahl zu schneiden. Aber da ich auch kaum noch Stahl da habe, war das das kleinere Problem…
Die Auslage vom TV101 habe ich als Toilettentauglich in Erinnerung. Wozu also neuen Stahl abschneiden, wenn ich passenden in dem Unterbau drinne hab?

Blöderweise stellte ich schnell fest, dass die humane Hummervariante immer noch um einiges ausladender war, als der Stahl, den ich verwenden wollte es zugelassen hätte. Aber man hat sowas ja mittlerweile nicht zum ersten Mal genäht und weiß ungefähr, was man tun muss, und wie man gewisse Dinge verändert…
Und so entstand in lächerlichen 4 Stunden Arbeit ein süßer kleiner Minibürzel – das erste Teilchen meines *schüttel* Karnevalskostüms.

é voila:

To be continued…
Miss Karneval oder so ähnlich


Metallarbeiten…

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moin!

Gestern habe ich mich mit einer ebenfalls kostümverrückten Bekannten getroffen und dort an meinem Korsett weitergearbeitet.
Beim Hummerschwanz habe ich nämlich gemerkt, dass Ösen einschlagen und Stahl ablängen viel angenehmer ist, wenn man Gesellschaft hat und quatschen kann – dann geht das nämlich quasi wie von selbst 😀 (naja – die Hand tut trotzdem weh, aber man achtet nicht so drauf).

So kann ich voller Stolz behaupten – alle Metallarbeiten am Korsett sind abgeschlossen.

Ich habe sogar schon angefangen, die Schließe einzunähen – da ich keine sichtbare Naht haben möchte (sie würde schräg über 2 Streifen laufen und das mag ich nicht), habe ich begonnen, die Schließe liebevoll per Hand einzupunkten. Nach 2 cm musste ich leider feststellen, dass die Seide das GAR NICHT mag.
GRMPF!!!
Nun breche ich mir statt dessen einen ab, die Schließe nur an das Zwischenfutter zu nähen – was sehr ätzend und mühsam ist…aber… Was man sich einmal in den Kopf gesetzt hat, kriegt man dort schwer wieder raus.
Vor allem, wenn es sich um meinen Kopf handelt. Ich weiß es wird toll werden. Von daher werde ich durchhalten 😀

So long
Miss Größenwahn


ein flotter Dreier – oder „the return of the Monsterrüsche“

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moin!

angeregt durch Sushis Kommentar in meinem letzten Beitrag habe ich beschlossen, einen zweiten schwarzen Unterrock mit in die Produktion aufzunehmen – dieser wird statt Biesen dann 2 Reihen Rüschen kriegen…

Rüschen…da war doch was….

jaaaaaaaa…. genau! Die Monsterrüsche. Leider musste ich bei meinem Linchenunterrock 3 Reihen Rüsche wieder abtrennen – ich hatte den Eindruck, der Käfig konnte die Menge Stoff nicht gut tragen. An diese Stücke habe ich mich nun erinnert… und werde sie wohl auf dem 3. Rock wiederverwenden.

So zumindest der Plan. Es bleibt also spannend!

so long
miss total verrückt


black and white – ein viktorianisches Doppel

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moin!
Lang isses her, dass sich hier was tat. Untätig war ich in der Zwischenzeit nicht, aber irgendwie fehlte der Drang zum bloggen.

Aber nu geht es weiter – mit einem Doppelpack viktorianischer Unterröcke.
Zur Zeit bin ich aus mir völlig unerklärlichen Gründen noch voll auf Massenproduktion „eingestellt“ – und da ich den Rock für 2 verschiedene Epochen benötige, dachte ich mir, da bietet es sich doch an, beide gleichzeitig zu nähen. 2 Nähmaschinen hab ich ja, nur die Ovi müsste zwischendurch die Farbe wechseln.

Black and White – das ist mein Arbeitstitel, und es geht um diese beiden Modelle hier:

View 3 soll mein neuer Unterrock für zukünftige Tournürenkleider werden und wird in zartem, (fast) unschuldigen weiß genäht, während View 4 als Basis für ein (zwei, drei, vier) Outfits aus der „Belle Epoche“ dienen soll. Da ich diese Kleider vermutlich eher in dunklen Tönen nähen werde, und ich noch massenhaft schwarzen Stoff hier rumfliegen habe, wird diese Version ähnlich tiefschwarz wie gewisse dunkle Ecken meiner ansonsten ganz liebenswerten Seele…

nun denn – zugeschnitten habe ich beides dann schon einmal:

Das muss für heute erstmal reichen 🙂
wir wollen ja langsam wieder anfangen, gelle?

so long
miss japan