Nähen mit Hindernissen äh Katzen…

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moin!

heute habe ich einen weiteren Rockschnitt ausprobiert. Aber bevor ich dazu was schreibe, möchte ich voller Stolz vermelden, dass Kätchen das Nähen für sich entdeckt:

Ja, sie tut so, als sei sie gar nicht da…und blickt relativ unbeteiligt in der Gegend rum. Bevor ich die Kamera in die Hand nahm, spielte sie jedoch mit dem Stück Stoff, das vor ihr liegt. Jawohl!

Nun ja – wie ich schon sagte, ich habe heute eine weitere Rockform ausprobiert. Schnitt erstellt, Stoff ausgebreitet. FLATSCH – liegt ein Kater drauf. Natürlich kann man sich auf so nem Stück Stoff herrlich kratzen und noch ein wenig rumrollen – so sieht der Stoff nach wenigen Augenblicken dann bereits „leicht“ verfusselt aus…

Naja. Egal. Kater wieder runtergeschmissen, Fussel abgesammelt, Schnittmuster geholt – WUUUUUUUUSCH – etwas rotes fliegt über den Stoff und ein Kater schießt hinterher…uiiiiiiiiiiiiiii – auf dem Stoff kann man ja schliddern!!!!

Aber noch viel besser…wenn man am Stoff zubbelt, dann bewegt der sich…nicht nur unter einem, sondern an ganz vielen Stellen *helle Begeisterung* *zerr* *zubbel* *kämpf*

Grmpf. grad lag der Stoff noch schöööööööön glatt gleichmäßig ausgebreitet auf den Matten…Also den Kater wieder runterschieben, Stoff wieder gradeziehen, Kater rechtzeitig vom Stoff runterschieben und schnell den Schnitt auflegen. Dann durfte ich unter strenger Aufsicht endlich zuschneiden:

Aber halt! Das Schnittmusterpapier knistert…und bewegt sich auch…
Ob man da wohl drunterklettern kann?
Blöderweise stößt diese Idee gar nicht auf Begeisterung beim Dosenöffner, und so verzieht Kater sich schmollend auf den Rest Stoff…Stoff ohne Katzenhaare geht halt einfach nicht 😀

Naja. Letzten Endes konnte ich erfolgreich zuschneiden, das Nähen selbst war ein Klackst, lediglich die Tatsache, dass ich das Probeteil mit französichen Nähten gearbeitet habe macht mir leichte Sorgen…
Aber nun ja. So sieht das Ergebnis aus, da kommt jetzt noch der Bund dran und dann versuche ich mich am Ablängen. Zum Fotografieren bin ich auf nen Hocker gestiegen, damit der Stoff frei fallen kann, um den Sitzt zu beurteilen. Leider haben die Batterien aufgegeben, deshalb gibts kein Foto von der Seite 🙁

so long
Miss Rockdilemma


ohne große worte…

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moin.
wie der Titel schon vermuten lässt, schwinge ich hier nicht großartig die Feder.

Aktueller Zwischenstand beim Unterrock:
ALLE Nähte versäubert. Entweder als „französische Naht“ oder eingefasst.
ALLE Fäden abgeschnitten.
HM komplett geschlossen.
Unterste Rüsche mit kontrastfarbenen Schrägband eingefasst.

Es fehlt noch:
2 weitere Rüschen im Stil der untersten
ein paar mehr Biesen um den Rock noch ein klein wenig zu kürzen…

Und nun – endlich das Bild:

So long
Miss Still Im Rüschenwahn


Rüschen…viele, viele Rüschen

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Moin!

vor einiger Zeit schrieb ich hier im Blog etwas von einem „flotten Dreier“ – 3 viktorianische Unterröcke stehen derzeit auf meinem Nähplan.

Ich habe an allen dreien mittlerweile weitergearbeitet – aber der Stand der Dinge ist bei allen dreien unterschiedlich.
Momentan konzentriere ich mich auf die „alltagstaugliche“ Version, die ohne Korsett getragen werden soll.

Da ich Röcke ohne Korsett nicht in der Taille, sondern mehr auf der Hüfte trage, musste ich den Schnitt leicht modifizieren. Der Bund ist nicht länger ein grader Stoffstreifen, sondern an die Rundungen des Sitzes auf der Hüfte angepasst. Das machte das Einkräuseln des hinteren Rockteiles auch etwas komplizierter… aber ich habe es geschafft.

Durch den veränderten Sitz musste ich auch neu ablängen – immerhin sitzt der Rock vorne jetzt deutlich tiefer als hinten…. und mein Hintern ist zusätzlich doch noch ein klein wenig ausladender als mein Bauch (Gott sei Dank!!! :D)

Die Flounce habe ich bei einem netten Nähtreffen heute Nachmittag angenäht – ich liebe meinen Ruffler – 4x160cm auf die passende Länge bringen geht damit doch echt am besten 🙂

So sieht der Rock bislang aus – und wenn man sich den rot markierten Kreis genauer anschaut, dann erkennt man sogar, dass der Rock tatsächlich mit einem KNOPF geschlossen ist…und nicht mit einer Stecknadel oder einer Sicherheitsnadel…

Was jetzt noch fehlt sind:
die hintere Naht in der Flounce (auf dem Bild sieht man, dass da noch was rumhängt, was da nicht hingehört)
die untere Rüsche
weitere Rüschen auf der Flounce, um genügend Volumen zu geben
eventuell noch ein, zwei Biesen über der Flounce

Übrigens bin ich sehr stolz darauf, dass ich beim Rock keine Overlock benutzt habe/benutzen werde. Entweder werden die Nähte französisch versäubert oder mit Schrägband eingefasst. Das macht zur Abwechslung mal richtig Spaß 🙂

So long
Miss Rüschenwahn


Übung macht den Meister…

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Moin!

heut war ich bei einer Art Klöppelkurs. Naja, eigentlich war es kein Kurs, sondern ein Treffen zwischen den Kursen, und netterweise durfte ich mich als Neuling dazugesellen.

Die gute Nachricht zuerst – ich habe scheinbar gar nicht mal soviel falsch gemacht – zumindest hatte die Leiterin nicht viel zu kritisieren (außer, dass meine Klöppel ja eigentlich net für die Rolle sind, aber das wußte ich auch schon vorher :D)

Ich habe ein wenig mehr Ganzschlag geübt – mittlerweile wird er sogar recht regelmäßig, und dann habe ich mit dem Leinenschlag angefangen. Der ist ja mal richtig einfach!!!
Als kleine „Herausforderung“ sollte ich ein Fenster in meine Leinenschlagübung mit einbauen – und das hat sogar geklappt!

Gut, gelle?
Nun werde ich noch ein paar Kilometer Ganzschlag üben und dann versuche ich mich mal an einem „komplizierteren“ Klöppelbrief

So long
Miss Meisterin des Leinenschlages


Aller Anfang ist schwer!

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Moin!
Nachdem das Bauen der Klöppelrolle ja nicht wirklich schwer war, habe ich versucht, die Klöppel zu wickeln. Das war schon etwas schwieriger, weil die Anleitungen dazu auf chinesisch waren. So kams mir jedenfalls vor *g*.
Aber auch das hat geklappt, und bald hatte ich 6 Paar Klöppeln auf der Rolle hängen.
Als nächstes braucht man ja den Brief. Den habe ich in Ermangelung eines Kopierers liebevoll abgezeichnet und mit Klöppelfolie versehen.

Dann stellte ich fest, dass ich laut Anleitung 8 Paar Klöppel brauchen. So habe ich fluchenderweise 2 weitere Paare gewickelt. Das ist mittlerweile gar nicht mehr schwer, aber dafür ziemlich nervig.

Naja, aber auch das war schnell erledigt – und es konnte losgehen.
ABER: Wer soll bei DEM Chaos noch den Überblick behalten?

Das blaue ist übrigens der mit Folie versehen Brief – ein ganz einfaches Zickzackmuster zum Erlernen der einzelnen Schläge.

Der Anfang sah wenig vielversprechend aus…

aber schon kurze Zeit später kann man das Band zumindest erahnen…

Immerhin – es kann nur besser werden *hoff*

So long
Miss noch nicht verknotet



ähm. ja. ich BIN verrückt…

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Moin!

man könnte annehmen, dass ich genug Hobbies habe. Aaaaaaaaber – ich werde was neues ausprobieren. Jawohl ja.

Was? Nun… ich werde mich mal am Klöppeln versuchen. KLÖPPELN????? Jupp. Klöppeln.
Warum? Nun ja… Klöppelspitzen täten sich supergut auf historischen Klamotten machen… aber dafür muss man das ja erstmal lernen.

Nun gut. Klöppel gekauft, Bücher gekauft, sonstiges nützliches Zubehör gekauft. Fehlt was? Richtig. Die Rolle zum drauf klöppeln.

Der weltbeste Haifischhappen ließ mir eine Anleitung zukommen, wie man so etwas selber bauen kann. Das habe ich heute getan.

Man braucht dafür ein wenig Stoff (hatte ich zufällig schon da *kicher*), ein bißerl Schnur, Kleintierstreu (praktischerweise auch schon vorhanden) und Heu (hab ich zwar da, aber ich hab extra staubfreies gekauft. GUTE Idee!!!)
Achja. Kraft braucht man auch.

Es fängt alles ganz harmlos damit an, dass man 2 Tunnel näht, da die Schnur durchzieht und das Stück Stoff zu einem Schlauch schließt. Dann zieht man einen Tunnel zu, um das eine Ende der Rolle zu bilden. Das sieht dann ungefähr so aus:

Vor das Loch packt man einfach ein Stückchen Pappe (das man vorher liebevoll rund ausschneidet) und dann geht es los mit dem Stopfen… erst ein bißerl Heu auf die Pappe und an den Rand, so dass das Heu zwischen Stoff und Streu liegt, und dann jeeeeeeeede Menge Streu rein. Und stopfen. Stopfen. Und noch mehr stopfen. Gaaaaaaaaanz feste rein. So dass der Stoff fast platzt. Und dann noch ein bißerl stopfen.

Intelligenterweise habe ich tatsächlich etwas untergelegt. Wie mir das passieren konnte ist mir schleierhaft. Echt!!!
Nun ja. Ich habe also fröhlich gestopft, gestopft und gestopft. Das geht ganz schön in die Arme. Und in die Hände. In die Schultern übrigens auch. Aber nun ja. Irgendwann ist man dann fertig mit Stopfen (JEHOVA!!!) und dann sieht das ganze etwa so aus:

Oben drauf kommt dann wieder ein Stückchen Pappe und dann zieht man den 2. Tunnel zu. Dabei sollte man an beiden Kordelenden ziehen, sonst darf man nämlich noch einmal fädeln. Ratet mal, warum ich darauf jetzt so explizit hinweise….*flöt*

Dann noch schnell nen Ständer gebastelt – die Übergangslösung ist ein Stück Karton, der ovale Ausschnitte an den Seitenwände bekommen hat und schon hat man eine hübsche Rolle, auf der man jetzt theoretisch losklöppeln könnte… Wenn man denn nur wüßte, WIE!!!

Nun ja – was jetzt noch fehlt, ist ein Überzug, den man leicht abmachen (und waschen) kann – aber dafür ist es heute schon zu spät. Jawohl ja. Aber ich musste beim Stopfen ja schon feststellen, das die Dinger, die käuflich angeboten werden, JEDEN einzelnen Cent wert sind… *schwitz* *den Muskelkater schon fühl*

Ich bin mal gespannt, ob ich das lerne – und ob ich dann tatsächlich brauchbare Spitze in ausreichender Menge fabriziert kriege *kicher*

So long
Miss Größenwahn


Karneval…

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Moin.

Grad herrscht hier ja die 5. Jahreszeit – Karneval.
Da verkleidet man sich ja bekanntlich, und obwohl ich bislang einen GROOOOOOOOOOSSEN Bogen um derlei Kram gemacht habe, war ich dieses Jahr fällig.

Es fing mit der Geburtstagsparty eines Kollegen an, der uns Kostümzwang auferlegte.
Da dachte ich noch, nun gut, der Zweck heiligt die Mittel, ich bau mir was nürig angehauchtes. Dabei habe ich nen Rockschnitt ausprobiert (gute Idee, der Schnitt ist auf den ersten Blick gar nicht mal so einfach – siehe Artikel „interesantes Schnittmusterteil“), ein bißchen Freihanddrapierung geübt und nen kleinen Bürzel gezaubert. Die Übung hat also noch mehr Sinn gehabt, als „bloss“ ein Karnevalskostüm zu haben.

Das hier kam dabei rum:

Nun ja – in dem Kostüm hab ich mich recht wohlgefühlt, auch hinterher in der Disko, wo wir mit die einzigen Verkleideten waren…Lustig war es trotzdem *kicher*

Auf dem Rückweg hab ich mich locker mit ner Freundin für den gestrigen Abend verabredet – weiß der Geier, was mich DA geritten hat.
Da der Bürzel im Les Halles schon grenzwertig war, was den Umfang anging, und es in der Uel mit Sicherheit noch voller werden würde (und tatsächlich war) habe ich mir quasi in letzter Minute ein weiteres Kostüm zusammengetackert.

In meinem Stofflager fand sich ein lustiges Stöfflein, das ich eigentlich aussortiert haben wollte, weil kreischbunt und gar nicht mein Fall. Nun bewies sich, dass selbst SOLCHE Stoffe eine Daseinsberechtigung haben!
Man nehme ein Stück Stoff, nähe die Webkanten zusammen, schlüpfe in den so entstandenen Schlauch hinein, knote sich den viiiiiiiel zu weiten „Ausschnitt“ so über einer Schulter zusammen dass es gut sitzt, also weder zu weit noch zu eng wird (schneide ein wenig Stoff im Armausschnitt weg) und nehme das ganze hinten im Rücken ein wenig zusammen, um es wenigstens etwas auf Figur zu bringen. Dann schneide man sich unten noch einen Stoffstreifen ab und binde ihn sich ins Haar, legt Kriegsbemalung auf und é voila – schon hat man ein Outfit um Karneval zu feiern.

Ich muss sagen – ich bin echt froh, ein Kostüm getragen zu haben, um das es mir nicht schade gewesen wäre…es war VOLL in dem Laden – UNGLAUBLICH!

dann hat das roooooooooote Pferd sich einfach umgedreht und hat mit seinem Schwanz die Fliege abgewehrt. Dieeeeeeeeee Fliege waaaaaaar nicht dumm, sie machte summ summ summ und flog mit viiiiiiiiiiiel Gebrumm ums rote Pferd herum…..

in diesem Sinne
Helau und Alaaf
Miss Karnevalistisch