Stickwahn!

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Moin!

ich war am Wochenende auf Tour, und zwar habe ich Cay besucht. Cay besitzt eine Stickmaschine. Meiner Einer hat doofe Ideen im Kopf. Packt man alles zusammen unter ein Dach, dann kann dabei nur eines rauskommen: Der Anfang einer total verrückten Idee!

Am Anfang des Besuches stand eine Stipvisite auf dem Stoffmarkt, wo ich einen Rest wunderschöner, sehr fester grauer Dupionseide erstanden habe.
Ja ne is klar. Keine Stickerfahrung aber direkt mit Seide anfangen wollen…

Naja. Das erste Motiv war unspektakulär. Einspannen war erstaunlich einfach (ok, fester Stoff = guter Einsteigerstoff. Wahnsinn. Ich habe (aus Versehen) etwas richtig gemacht in meiner Projektwahl :D) und auch die 5 Farbwechsel waren kein Problem. Einfädeln kann ich 🙂

Beim zweiten Motiv habe ich den Schwierigkeitsgrad gesteigert. Das Motiv an sich war auch unspektakulär, halt eines aus dem Sortiment der Maschine, aber immerhin habe ich das Motiv 3x auf den gleichen Stoff gebracht, sprich, ich musste die Muster in etwa so positionieren, wie ich mir das vorgestellt habe.

Das sah dann in etwa SO aus:

Achja – ich erwähnte noch gar nicht, was mein Projekt überhaupt ist… Ich möchte einen Fächer basteln. Ein Gestell habe ich schon, fehlt „nur noch“ der Bezug. Für selbigen habe ich die Seide bestickt. Genau. Wahnsinn in Tüten 🙂

Das haben sich sicher auch die beiden Damen hier gedacht, die mich und mein Werkeln anfangs noch recht skeptisch und später mit wachsender Begeisterung verfolgt haben. Cay verpetzt übrigens grade, was wir alles so eingekauft haben und Julie scheint noch ganz beseelt von ihren ergatterten Schätzen zu sein…

Beim nächsten Stück Seide habe ich den Schwierigkeitsgrad wieder erhöht. Zwar gab es jetzt keinen Farbwechsel mehr, dafür habe ich das Motiv recht oft und dicht beieinander gestickt und außerdem habe ich versucht, das Stickmuster mehr als „freundliche Empfehlung“ zu sehen…
Ich habe das Motiv komplett gestickt, gespiegelt und gedreht, und ich habe das Muster „zerpflückt“. Sprich, ich habe das Muster nur teilweise gestickt – hier nur eine Blume, dort nur die Blüten und eine Ranke – so dass ich nun eine schöne und interessante Ton-in-Ton-Stickerei in Händen halte, die durch die verschiedenen Elemente vollständiger wirkt als nur durch das Nebeneinandersetzten des gesamten Stickmusters alleine.

Völlig begeistert vom Sticken an sich, habe ich mehrere Aufnahmen des Fortschrittes gemacht.
Es geginnt mit der Positionierung des Motives und dem Einspannen an sich:

Dann geht es los:

So sieht das Motiv dann fertig aus – ich finde, es kann sich für den 3. Stickversuch echt sehen lassen!

Und hier kann man erahnen, wie das ganze vielleicht iiiiiiiiiiiiirgendwann mal aussehen könnte, wenn mein Vorhaben gelingt!

So long von der Operation Fächer – besonderer Dank gilt natürlich an Caythlin für die Gelassenheit, mit der sie meinen Experimentierwahn hingenommen hat 🙂
Merci dafür


Rockstudie…

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Moin!

Kätchen hat mich gestern dann doch noch weitermachen lassen (wobei sie eine ganze zeitlang immer dann um meine Beine und den Rock strich, wenn ich mich selbigem widmete), und so hatte ich irgendwann eine „tragbare“ Version in den Händen.
Um den Fall des Rockes überhaupt beurteilen zu können, habe ich den Saum einfach radikal nach oben gepinnt, was ihn auf den Fotos jetzt erstmal viel zu kurz erscheinen lässt – aber lieber zu kurz als den Saum aufm Boden schleifen zu haben und den Fall nicht beurteilen können.

Da ich mir nicht so ganz sicher war, ob mir der Rock gefällt oder nicht, habe ich eine Rockstudie gemacht – viele viele Fotos von mir in verschiedenen Positionen im Rock. Das wird dann zusammengepackt in eine Fotoreihe und dann entscheide ich mich, ob ich mir in dem Klamott gefalle oder nicht.
Diese Methodik wende ich ganz gerne an, weil sie mir die Möglichkeit gibt, mich von allen Seiten zu betrachten, ohne dass ich mich verrenken muss (wie zb beim Betrachten der Rückansicht im Spiegel).
Viele Fotos haben den Vorteil, dass schlechte Fotos durch doofes Stehen/Winkel/was weiß ich durch mehrere bessere Fotos ausgeglichen werden können. Fotos mit witzigen Verrenkungen lockern das ganze übrigens auf und bringen „objektive“ externe Ratgeber zum Schmunzeln :D.

Nun ja – hier ist meine Rockstudie und das Ergebnis ist, dass ich den Rock grundsätzlich mag, aber die Drapierung auf der linken Seite noch ein klein wenig ändern muss.

Nun muss ich mir nur noch überlegen, wie ich die vielen fetten Falten im Rücken in einen Bund reinkriege… und vor allem – wie ich das Stoffpaket unter die Nähmaschine kriegen soll 😀

So long
Miss Drapierwahn


Boykott!!!

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Moin,

ich sitze nach wie vor am Basisrock für mein Winternürchen und kämpfe derzeit mit dem Plöff. Jener fällt noch nicht so, wie ich mir das vorstelle, also wollte ich vorhin die Falten neu stecken.

Gesagt, getan, Clooney hergeholt, Nadeln rausgezubbelt, angefangen…ja Pustekuchen!
2 Sekunden nicht hingeschaut und fast über ne schwarze Katze gestolpert, die vor dem ebenfalls schwarzen Rockstoff aus dem Augenwinkel nicht zu erkennen war.

Schmusen wollte Madam – ok, tun wir ihr den Gefallen, lang hält sie sowieso selten durch (früher oder später fällt ihr ja immer noch ein, dass sie eigentlich nicht angefasst werden möchte…) – aber anstatt, dass ich dann weitermachen konnte, dachte Madam sich, dass sie mir ja Gesellschaft leisten könne…

Zuerst strich sie um den Rock herum…

Dann machte sie es sich bequem…

Und ich finde, dieser Blick sagt doch alles… nämlich: „MEINS!“

So long
Miss Raubtierdompteuse



Planänderung

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Moin,

Eigentlich sollte meine Winternüre Blau-Schwarz werden. Ich hatte wunderschönen blauschwarzen Karostoff, und passenden schwarzen Stoff für den Rock und wunderschöen blauen Stoff für die Taille. Aber dann wanderten alle Stoffe in die Waschmaschine und aus irgendeinem Grund passten die Blautöne nicht mehr zusammen. GRMPF!!!!!

Naja, heute wollte ich eigentlich einen neuen, zu dem blauschwarz karierten Stoff passenden Taillenstoff kaufen. Das hat sich als relativ unmöglich herausgestellt – DEN Blauton scheint es nicht mehr zu geben.
Also habe ich kurzerhand ZWEI neue Stoffe gekauft. Ja ich weiß, ich bin verrückt. Aber ich hatte wirklich keinen passenden Stoff zum Rockstoff in meinem Lager. Und den finde ich nachwievor schön, und außerdem ist der Rock schon zugeschnitten und angefangen. Jawohl.

Hier sind sie also, die beiden neuen Stoffe für meine Winternüre. Aus blau-schwarz wird grün-schwarz. Auch Karo kommt wieder vor, bleibt also fast alles beim Alten. Außer, dass die neuen Stoffe ungefähr doppelt so teuer waren wie die alten. *soifz*

So long…
Miss total verrückt.


Fußarbeit! Ein Winternürchen mit der Tretmaschine.

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Moin!

Nachdem ich gestern meinen kleinen Oldtimer warten lassen habe,  und dieser nun wieder über eine gescheite Fadenspannung verfügt, dachte ich mir,  dass ich das gute alte Stück eigentlich mal für ein Projekt benutzen müsste.

Nun ja – verrückt wie ich bin, habe ich beschlossen, meine nächste Nüre per Pedes zu nähen. Auf diesem Schmuckstück hier:

Sicherlich ist diese Maschine etwa 40-50 Jahre zu jung, um als „authentisches Werkzeug“ durchzugehen…aber darum gehts hier ja net.

Als Rockschnitt habe ich mir den TV261 ausgesucht.
Ich möchte die Version mit dem „Pouf“ hinten nähen. Da mein Rockstoff sehr schwer ist, habe ich beschlossen, dass ich Petticoattüll mitfassen werde – auch wenn das eher nicht authentisch ist. Immerhin werde ich den Tüll unter einer weiteren Lage Baumwollfutter verstecken. So wird das zumindest für mich ein akzeptabler Kompromiss zwischen Wirkung und Authentizität. Hier also die Materialien für meinen Basisrock:

Eigentlich sind die Stoffe alle schwarz – der Blitz sorgt für den gräulichen Effekt.
Die 3 Lagen Tüll habe ich auch schon mit der Tretmaschine zusammengesteppt. Nun werde ich das Baumwollfutter zusammenbasteln, um mich dann an die Seiten- und Vordernähte zu begeben.
Da ich auch auf die Overlock verzichten möchte, werde ich auf französische Nähte zurückgreifen.

Nun denn – es gibt viel zu tun – packen wir es an!
Miss Japan


ein klein wenig Sehnsucht…

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…nach dem Meer hab ich.
Und ich beneide das weltbeste Haifischhäppchen um seinen langen Urlaub an der See…

Um mich selbst ein wenig in Urlaubsstimmung zu versetzen, habe ich ein wenig in meinen Bildern gekramt und ein paar gefunden, die mir als Bild an sich sehr gut gefallen.
Und da ich mich ja doch wieder ein wenig mehr mit der Fotografie auseinandersetzen will…poste ich sie einfach mal hier: