Spinnerei!

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Ich hab was neues…

Gestern kam ein Spinnradpuzzle bei mir an – frisch geschossen bei Ebay.
Erstmal stand ich ein wenig ratlos vor all den Teilen…

Dann habe ich das ganze Stück für Stück zusammengepuzzelt, und Wunder oh Wunder – am Ende stand ein richtiges Spinnrad vor mir 🙂

Filou hat es natürlich auch erstmal inspiziert…

Nunja, im ersten Schritt habe ich erstmal geschaut, wie es sich treten lässt. Es läuft unwahrscheinlich ruhig, vor allem wenn man bedenkt, dass es sich um ein altes Spinnrad ohne Kugellager und anderen neumodischen Schnickschnack handelt… ab und an knarzt es ein wenig, aber davon ab hört man es kaum 🙂
Es läuft auch wunderbar rund – beste Vorraussetzungen also.

Dann habe ich angefangen zu spinnen… ein Faden zum anfangen war schon vorhanden, ein wenig Wolle (danke dafür an Alashiya 🙂 ) ebenfalls, und nach kurzer Zeit hatte ich die ersten Meter Wolle auf der Spule…
Da ich nur eine Handvoll Wolle zur Verfügung hatte, habe ich dann recht bald mal ausprobiert, ob man Märchenwolle auch verspinnen kann. Davon hab ich nämlich von vergangenen Bastelaktionen noch ein paar Pakete rumfliegen…

Fazit: Man kann. Wenn man den Strang vorher gut auseinanderpflückt, läuft das wunderbar – und wird schön bunt *kicher*

Joar. Das Ergebnis von 2 Stunden spinnen gestern sind dann lustige bunte Wollknäuel aus noch nicht wirklich gleichmäßigem Garn. (Heißt das Garn? Wie nennt sich das, was man auf der Spule hat?)

Spaß macht es, und das Rad läuft wirklich gut. Jetzt muss ich nur noch den ganzen Rest rausfinden…wie man die Spule am besten wieder leer kriegt, was man mit der Wolle sonst noch machen muss, wie man das Rad in welchen Fällen verstellt… aber immer eins nach dem anderen 🙂

Nun noch ein paar Impressionen von meinem neuen Schätzchen:

Joar. Die gelbe Wolle zum Schluss ist erstaunlich gleichmäßig geworden.

Erkenntnis des Tages: Je feiner der Faden wird, desto voller wird die Spule.

Auf jeden Fall ist es jetzt offiziell: ich spinne! 😀
Danke fürs endgültige Anfixen, Ala 🙂


Dunkelkammerexperimente…

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Am Wochenende war ich mal wieder in der Dunkelkammer – da das ganze ja relatives Neuland für mich ist, habe ich versucht, meine „Erkenntnisse“ ein wenig zu protokollieren.

Dazu habe ich die Ausbelichtungen abfotografiert, wodurch die Qualität insgesamt wieder gelitten hat – die Papierbilder sind alle scharf, auf den abfotografierten Versionen wirken sie teilweise unscharf (und die hochglänzenden Bilder leider auch etwas verstaubt).

Beim Ermitteln der richtigen Belichtungszeit für die Papierbilder ist es hilfreich, zu wissen, wie dunkel der dunkelste Punkt auf dem Bild wirklich war. Bei der ersten Serie war ich leicht überrascht, wie dunkel manche Stellen bei richtiger Belichtung doch wurden… aber irgendwie… nach intensiven Kramen im Hirn – waren die tatsächlich recht dunkel.
Hier habe ich lediglich die Belichtungszeiten zwischen den einzelnen Ausbelichtungen verlängert, anfangs in gleichbleibenden Schritten, der Sprung zum letzten Bild ist nen Ticken größer gewesen.

Bei der nächsten Serie habe ich dann mal mit Gradationsfiltern gearbeitet. Beim letzten Mal haben wir schon rausgefunden, dass sich die Belichtungszeiten GRAVIEREND verlängern, dass sich die Zeit beim Wechsel von Filter 4 auf 5 allerdings fast verdoppelt war uns nicht klar…

Zuerst einmal das Bild ohne jeden Filter

Dann einmal mit Filter 5 und etwa 3facher Belichtungszeit (beim letzten Mal hatten wir mit Adoxpapier experimentiert, da schien bei Filter 5 die 3-fache Belichtungszeit ganz brauchbare Ergebnisse zu bringen. Hier ist jetzt Ilford Papier im Gebrauch, und offensichtlich verhält es sich hier anders….) Filter 5 ist dafür da, um harte Kontraste abzubilden – sehr viel schwarz, sehr viel weiß, wenig bis gar kein grau.

zum Vergleich mal das Ergebnis mit Filter 4 bei gleicher Belichtungszeit:

Es folgten ein paar Versuche mit Filter 5, dieses mal mit 6facher Belichtungszeit

und einmal „abgewedelt“ – der obere Teil hat die 11-fache Lichtmenge abgekriegt, der untere Teil in etwa die 5,5 fache Menge der ursprünglichen Belichtungszeit

Weiter gehts zur nächsten Serie.

Erstmal 2 Bilder ohne Filter, mit 2 Sekunden und 3 Sekunden Belichtungszeit:


Da mir der Himmel beim 2. Bild besser gefallen hat, das Meer aber schon zu dunkel wurde, habe ich Gradationsfilter 2 einlegt. Dieser Filter ist – genau wie Nr 3 – ein relativ neutraler Filter, der die Kontrastverhältnisse kaum beeinflussen sollte. Er verlängert also lediglich die Belichtungszeit, was notwendig war, um abwedeln zu können.
In den folgenden Bildern habe ich jeweils erst nur den Himmel belichtet, dabei das Meer abgedeckt, um dann in einem zweiten Schritt nochmal das ganze Bild zu belichten.
hier dann oben insgesamt 8 Sekunden, unten 5:

oben 8, unten 4

oben 8, unten 3

oben 10, unten 5
]

Dann kommen jetzt einfach noch ein paar Bilder, wo ich einfach beim ersten Mal die Belichtungszeit zu knapp gewählt hatte, einfach mal zum Vergleich




genauso sollte man nicht vergessen, die Zeit so einzustellen, wie man sie gemessen hat… das erste Bild ist doppelt solange belichtet, wie ich es eigentlich belichten wollte…

manchmal ist es auch gar nicht so einfach zu entscheiden, ob das Bild noch ein bißerl mehr „Feuer“ vertragen könnte oder nicht…

und ganz zuletzt noch eine kleine Spielerei… da es Fotopapier nur im 2:3-Format gibt, meine Bilder aber alle quadratisch sind, kann ich bei jedem Bild nen Streifen abschneiden. Oder ich kann ihn nutzen…
Ich habe mal ausprobiert, ob es klappt, 2 verschiedene Dinge auf dem gleichen Papier auszubelichten, wenn ich den anderen Teil jeweils abdecke. Es klappt 😀

Joar. Soviel für heute…



2 Augen…

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seit gestern bin ich stolzer Besitzer einer Rolleicord IIc.

Sie macht einen sehr guten Eindruck – ob sie funktioniert kann ich aber noch nicht sagen. Ich warte noch auf die Filmlieferung 😀

Aber dafür hab ich schonmal ein paar Bilder von der guten gemacht:

sogar mit „eingebautem“ Belichtungsmesser 😀

die „Autofocus“-Hilfe

und ein Blick durch den Schachtsucher (spiegelverkehrt)

Groß ist das Ding nicht grade – quasi ne Kompaktknipse 😀

Nu müssen nur noch die Filme ankommen….


einäugige schwarzdeckige Kriechtiere

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Darf ich euch das einäugige schwarzdeckige Kriechtier vorstellen?

Scherz beiseite, so kann es aussehen, wenn man ein Bild mit einer analogen Mittelformatkamera mit Schachtsucher machen möchte.
Der Sucher wird durch das Umgebungslicht zu sehr ausgeleuchtet, so dass man für ein wenig „Dunkelheit“ sorgen muss – und so findet man sich plötzlich beim Fotografieren unter einer schwarzen Decke wieder.

Als wäre das noch nicht genug der Merkwürdigkeiten… Ohne Prisma im Sucher bleibt das Bild gespieglt… Guckt man jetzt in den Sucher, und möchte das Bild, was man da sieht, ein wenig weiter nach links schieben, muss man die Kamera nach rechts bewegen. Das ist schonmal sehr lustig und gar nicht so einfach, wie es sich anhört.
Noch lustiger wird es allerdings, wenn man versucht, das Bild, welches man im Sucher sieht, gerade auszurichten. Das ist in spiegelverkehrt NOCH komplizierter.

Aber Spaß macht es. Und so eine Mittelformat-Mattscheibe ist schon cool – man betrachtet das Bild ganz anders, schon alleine, weil man selber scharf stellen muss….