Castoren – hättest Du es gewußt?

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Die Legende vom Salzstock

Ratlos in Gorleben: Wo ist der Castor wirklich? Die Geschichte einer Selbsttäuschung – zu lesen bei ZEIT ONLINE | Nachrichten, Hintergründe und Debatten

Ein paar Auszüge:

„Hätte mich der Teufel persönlich (er ist ein guter Mäeutiker) vor einem halben Jahr gefragt, was denn eigentlich Gorleben sei, hätte ich eine diffuse Antwort gegeben. Nun, Gorleben, hätte ich gesagt, das ist … irgendwo in Norddeutschland, hm … nach Gorleben kommen die Castor-Transporte aus La Hague. Dort gibt es ein Lager … ein Lager für Atommüll. Der Teufel, freundlich: Ein Lager? Was denn für ein Lager? Nun, hätte ich gesagt, es gibt da so einen Salzstock. Tief in der Erde. Sie wollen das Zeug verbuddeln. Der Teufel: Im Salzstock? Interessant. Ist das endgültig? Ich meine, haben sie das entschieden, steht das fest? Ich: Nun, es gibt Proteste. Menschen dort ketten sich vor den Zügen an. Sie wollen verhindern, dass der Castor ankommt. Der Teufel: Wo ankommt? Ich: Nun, im Lager natürlich! Der Teufel: Im Salzstock? Ich: Nun, ja, was soll die Frage?“

„Drei Begriffe auseinander zu halten (Zwischenlager, Endlager, Salzstock) ist für uns zu kompliziert.“

„Vorab aber, was ist ein Castor?

Ein Castor-Behälter ist eine Metallhülle, in der in Glas eingeschmolzener, hoch radioaktiver Müll verpackt ist.“

„Die Castoren kommen auf der Schiene … zum „Zwischenlager“ Gorleben. Das ist das firmenartige Gelände (direkt an der Straße gelegen, von Zäunen, Wachkameras und Posten umgeben). Nun die entscheidenden „Details“: Die Castoren werden dort in die grüne Halle eingefahren. Diese grüne Halle ist das Zwischenlager, sie und nichts anderes. Dort stehen die Castoren überirdisch und kühlen erst einmal ab (vulgo: strahlen aus).“

„Alle denken, die Castoren seien längst verbuddelt…

Die Castoren, sagt er, werden die nächsten 30 oder 40 Jahre im Zwischenlager stehen (also in der grünen Halle neben der Straße). Dort sollen sie ein wenig auskühlen, und in frühestens circa 30 Jahren sollen sie geöffnet und der Müll soll in kleinere „Pollux“-Behälter (sic! Deshalb also „Castor“!) umgebettet werden.“

Ich kann euch nur empfehlen, den ganzen Artikel bei der Zeit Online zu lesen… ich habe jedenfalls mit den Ohren geschlackert…


5 thoughts on “Castoren – hättest Du es gewußt?

  1. UFF! Nein hätte ich nicht gewusst. Heftig. Da sieht man mal wie unwissend wir sind was sowas angeht!

    Mitgenommen und weiterverbreitet. Das sollte man wissen!

  2. Nun bin auch ich ein wenig schlauer: Wundern tut's mich aber nicht. Schließlich kann man so gaaanz geschickt Sicherheit & Endgültigkeit vorgaukeln.
    Und vielen Dank dafür, dass die Atomkonzerne noch ein paar Jahre länger Castorfüllungen produzieren dürfen…

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