Großformatergebnisse…

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Hier hatte ich gezeigt, wie ich mein erstes Bild mit meiner Großformatkamera gemacht habe.
Nun habe ich das Negativ zu einem Positiv konvertiert, welches dann so aussieht…

Zwischenzeitlich habe ich 3 weitere Bilder gemacht und entwickelt, ich besitzte nun auch eine JoboDose mit Planfilmhalterung (also wenn man Rollfilm gewohnt ist, ist Planfilm-Einfädeln echt fies!) und bin echt begeistert von dieser überaus langsamen Art zu fotografieren.

Develop-It-Evil…

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Wenn man wissen will, wielange man Film X in Entwickler Y entwickeln muss, so findet man dazu im Zweifel stark abweichende Angaben.

Wenn da jetzt also steht, dass man 8-12 Minuten entwickeln soll….gäbe es da dann einen stark sichtbaren Unterschied im Endergebnis?

Und wie stark ist der sichtbare Unterschied zwischen einem normalen Entwickler und einem Feinstkornentwickler? Und lohnt sich ein Entwickler, der 1 Euro pro Film kostet überhaupt, oder liefert der „paar Cent Entwickler“ ähnlich gute Ergebnisse?

Fragen über Fragen….

Um tatsächlich mal Antworten zu kriegen, haben wir das Projekt „Develop it Evil“ ins Leben gerufen. Wir haben uns verschiedene Filme herausgesucht, ein paar billige, ein paar teure, welche fürs Studio (ISO 50 und 100) und welche für „immer“ (ISO 400). Dazu dann 4 verschiedene Entwickler (Standart APH09, Feinstkorn ATM49, Kodak D76 und Neofin Blue) und eine lustige Tabelle, welcher Film in welchem Entwickler wie lange schwimmen soll…

Das Ergebnis dieser Planung war, dass wir 24,5 Filme (12 Bilder pro Film) mit dem gleichen Bild belichten mussten – eben um auf vergleichbare Ergebnisse zu kommen.

Die Bilder haben wir am Wochenende gemacht. Hier mal ein paar Impressionen:

Joar. Jetzt müssen wir nur noch die 24 Filme häppchenweise entwickeln….



Dunkelkammerexperimente…

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Am Wochenende war ich mal wieder in der Dunkelkammer – da das ganze ja relatives Neuland für mich ist, habe ich versucht, meine „Erkenntnisse“ ein wenig zu protokollieren.

Dazu habe ich die Ausbelichtungen abfotografiert, wodurch die Qualität insgesamt wieder gelitten hat – die Papierbilder sind alle scharf, auf den abfotografierten Versionen wirken sie teilweise unscharf (und die hochglänzenden Bilder leider auch etwas verstaubt).

Beim Ermitteln der richtigen Belichtungszeit für die Papierbilder ist es hilfreich, zu wissen, wie dunkel der dunkelste Punkt auf dem Bild wirklich war. Bei der ersten Serie war ich leicht überrascht, wie dunkel manche Stellen bei richtiger Belichtung doch wurden… aber irgendwie… nach intensiven Kramen im Hirn – waren die tatsächlich recht dunkel.
Hier habe ich lediglich die Belichtungszeiten zwischen den einzelnen Ausbelichtungen verlängert, anfangs in gleichbleibenden Schritten, der Sprung zum letzten Bild ist nen Ticken größer gewesen.

Bei der nächsten Serie habe ich dann mal mit Gradationsfiltern gearbeitet. Beim letzten Mal haben wir schon rausgefunden, dass sich die Belichtungszeiten GRAVIEREND verlängern, dass sich die Zeit beim Wechsel von Filter 4 auf 5 allerdings fast verdoppelt war uns nicht klar…

Zuerst einmal das Bild ohne jeden Filter

Dann einmal mit Filter 5 und etwa 3facher Belichtungszeit (beim letzten Mal hatten wir mit Adoxpapier experimentiert, da schien bei Filter 5 die 3-fache Belichtungszeit ganz brauchbare Ergebnisse zu bringen. Hier ist jetzt Ilford Papier im Gebrauch, und offensichtlich verhält es sich hier anders….) Filter 5 ist dafür da, um harte Kontraste abzubilden – sehr viel schwarz, sehr viel weiß, wenig bis gar kein grau.

zum Vergleich mal das Ergebnis mit Filter 4 bei gleicher Belichtungszeit:

Es folgten ein paar Versuche mit Filter 5, dieses mal mit 6facher Belichtungszeit

und einmal „abgewedelt“ – der obere Teil hat die 11-fache Lichtmenge abgekriegt, der untere Teil in etwa die 5,5 fache Menge der ursprünglichen Belichtungszeit

Weiter gehts zur nächsten Serie.

Erstmal 2 Bilder ohne Filter, mit 2 Sekunden und 3 Sekunden Belichtungszeit:


Da mir der Himmel beim 2. Bild besser gefallen hat, das Meer aber schon zu dunkel wurde, habe ich Gradationsfilter 2 einlegt. Dieser Filter ist – genau wie Nr 3 – ein relativ neutraler Filter, der die Kontrastverhältnisse kaum beeinflussen sollte. Er verlängert also lediglich die Belichtungszeit, was notwendig war, um abwedeln zu können.
In den folgenden Bildern habe ich jeweils erst nur den Himmel belichtet, dabei das Meer abgedeckt, um dann in einem zweiten Schritt nochmal das ganze Bild zu belichten.
hier dann oben insgesamt 8 Sekunden, unten 5:

oben 8, unten 4

oben 8, unten 3

oben 10, unten 5
]

Dann kommen jetzt einfach noch ein paar Bilder, wo ich einfach beim ersten Mal die Belichtungszeit zu knapp gewählt hatte, einfach mal zum Vergleich




genauso sollte man nicht vergessen, die Zeit so einzustellen, wie man sie gemessen hat… das erste Bild ist doppelt solange belichtet, wie ich es eigentlich belichten wollte…

manchmal ist es auch gar nicht so einfach zu entscheiden, ob das Bild noch ein bißerl mehr „Feuer“ vertragen könnte oder nicht…

und ganz zuletzt noch eine kleine Spielerei… da es Fotopapier nur im 2:3-Format gibt, meine Bilder aber alle quadratisch sind, kann ich bei jedem Bild nen Streifen abschneiden. Oder ich kann ihn nutzen…
Ich habe mal ausprobiert, ob es klappt, 2 verschiedene Dinge auf dem gleichen Papier auszubelichten, wenn ich den anderen Teil jeweils abdecke. Es klappt 😀

Joar. Soviel für heute…