Streifenhörnchen Teil 3

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Nachdem ich im Januar 2013 den Rock und im Januar 2014 die Schürze für mein Streifenhörnchen genäht habe, war nun im Januar völlig ungeplant die Taille dran – erst beim Raussuchen der alten Blogbeiträge zu dem Thema ist mir aufgefallen, dass auch die beiden anderen Teile jeweils in einem Januar entstanden sind.

Für ein viktorianisches Picknick am heutigen Tage hatte ich mir vorgenommen, zu versuchen die Tournüre fertigzustellen – es fehlte ja „nur noch“ die Taille.

Da ich im letzten Jahr mit ziemlich viel Aufwand den Schnitt von einer sehr gut passenden Taille abgenommen hatte, habe ich frohen Mutes einfach zugeschnitten und losgenäht. Und siehe da: Innerhalb von 3 Tage war die Taille tatsächlich inklusive Zuschnitt fertig. Obwohl ich zwischendurch echt Mist gebaut habe…. Somit ist 12-1 bereits fertig. Das Jahr beginnt nähtechnisch sehr positiv 🙂

Lediglich beim Säumen habe ich die Abkürzung Maschinennaht genommen – eventuell trenne ich das nochmal und tausche die sichtbare Maschinennaht gegen eine unsichtbare Handnaht. Aber dafür muss ich schon viel Lust haben….

Um das Outfit zu vollenden fehlt jetzt nur noch ein Hütchen. Das habe ich bis heute aber nicht geschafft, also wurde das Streifenhörnchen ohne Kopfputz ausgeführt

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Auf Ufojagd

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Nach einer Woche Ukraine habe ich immerhin schon eine Jeans gekürzt und einen weiteren Basisrock weitergenäht.

Dieser Basisrock ist ein verdammt altes Ufo… angefangen im Frühjahr 2008 – ja, 2008. Also mittlerweile fast 5 Jahre her…. über den Status des scheiternden Plöffs bin ich bis heute nicht gekommen. Der Rock lag jetzt Eeeeeeeeeeeeewigkeiten im Regal. Blöderweise.

Denn als ich ihn neulich rauskramte um das Schnittmuster für den braungestreiften Rock zu vervollständigen (das irgendwie nur noch aus den vorderen Bahnen besteht), habe ich festgestellt, dass der Stoff an 3 Stellen furchtbar ausgeblichen war…

Allerdings nur von rechts. Und die Stoffseiten sind von beiden Seiten schön… Da ich den Rock sowieso schon halb auseinandergenommen hatte, um das Rockschnittmuster wieder zu vervollständigen, habe ich ihn kurzerhand komplett aufgetrennt, meinen Vorsatz, diese Nüre nur mit der Tretmaschine zu nähen komplett verworfen und den furchtbar fusselnden Stoff erstmal durch die Overlock gejagt.

Gestern habe ich nun angefangen, die Stoffstücke wieder zusammenzusetzen. Nach den negativen Erfahrungen mit dem Pouf habe ich den auch gleich Pouf sein lassen und habe die schlichte Variante von dem Schnittmuster gewählt – glatte rückwärtige Bahn.

Weil es beim braunen Rock so angenehm war, habe ich auch hier wieder den Saum nach oben korrigiert… und genau da stehen wir jetzt. Patrizia hat mir gestern den Rock abgesteckt, nun muss ich schaun, ob es nach dem Übertrag immer noch gut fällt – und dann ist auch dieser Rock fast fertig und mein geplantes Winternürchen ein Stückchen weiter.

Und ich wäre eines meiner ältesten Ufos los… 2008. Ich fass es nicht.


Ein Unterrock

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Meinen Unterock habe ich offenbar noch gar nicht hier gezeigt… warum eigentlich nicht?

Jedenfalls, das hier ist mein Tournürenunterrock – ich weiß nicht mehr genau, wann ich ihn genäht habe – ist ein Weilchen her…

Der Schnitt ist TV 170, mit minimaler Schnittänderung – ich habe in der vorderen Mitte eine Teilungsnaht eingebaut um das Muster vom Stoff im V laufen lassen zu können. Ansonsten ist alles so wie gedacht. Der Stoff ist ein fester Baumwollstoff mit schönem Stand mit eingewebtem Streifenmuster.

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Der Rock ist bewußt relativ kurz gehalten, um ein Hervorblitzen zu vermeiden. Ich bin recht froh, dass er über meinen neuen Bürzel passt – denn eigentlich hatte ich ihn für den großen Bürzel genäht, der mir auf Grund seiner enormen Auslage nicht so gut gefallen hat…


Der Rock ist fertig

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Sodele. Den Bund habe ich gestern noch genäht und auch gleich Knopfloch und Knopf genäht. Als nächstes habe ich dann die Länge des Rockes bestimmt und dann mit der Overlock kurzen Prozess gemacht – alles Überstehende abgeschnitten und gleich versäubert (der Stoff flust wie Sau)
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Dann flugs den Saum doppelt einschlagen und Bügeln – hier erweist sich das Ablängen im Bund als großer Vorteil – der Saum ist nun ne grade Naht, fällt schön und lässt sich super umbügeln…
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… und nähen
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Äh. Ja. Wenn man den Unterfaden neu aufspulen musste und beim Einfädeln der Maschine irgendwas falsch gemacht hat, dann sieht die Naht von unten so aus:
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Der Vorteil: Es trennt sich leicht… Nochmal genäht, Fäden abgeschnitten und schon war der Rock fertig 🙂 web_rock


Ein Tournürenkleid – Arbeitstitel Streifenhörnchen

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Passend zu meinem neuen Bürzel soll es nun ein neues Kleid geben.
Einen Unterrock besitze ich bereits, also geht es direkt mit dem Basisrock los. Ein hübsches Streifenkleid soll es werden, daher läuft das ganze unter dem Arbeitstitel „Streifenhörnchen“

Am Anfang steht natürlich der Zuschnitt
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Dann schnell die Abnäher abgesteppt
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Und schon ging es an die Seitennähte dran
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Als nächstes kam der Bund, und somit auch das schwierigste Thema… Aufgrund der Streifen will ich den Saum fertig machen, bevor ich die Länge festlege. Das hat den Vorteil, dass meine Saumlinie größtenteils im rechten Winkel verlaufen kann und der Rock fällt schöner und zubbelt im Saum nicht nach unten weg. Allerdings heißt das auch, dass man die Länge nach oben korrigieren muss, wo der Bund angenäht wird, bestimmt man im angezogenen Zustand.
Erschwerend kommt bei meinem Rock noch dazu, dass ich für den hinteren Teil eine Stoffbahn von 1,50m auf weniger als 20cm Bundlinie raffen muss…
Das sieht dann ungefähr so aus:
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Vor dem festnähen habe ich das ganze grade nochmal anprobiert – und das sah dann so aus
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Der Rock hat noch nicht die finale Länge, ich habe den Saum erstmal hochgesteckt, um ordentlich ablängen zu können.

Joar. Nun gehts mit dem Bund weiter, und dann ist der Rock auch schon fast fertig 🙂


ein neues Schalentier

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Tada: Er ist fertig – mein neuer Hummer!

Schnitt:

  • Mantua Maker Bustle (No. 1880-4)

Schnittvariante:

  • 1883er Variante (die lange, aber etwas schmalere Variante)

Änderungen zur Anleitung:

  • Die Tunnel sind nicht durchgehend genäht,
  • es gibt nur eine schräg nach oben gehende Verstärkung statt des Kreuzes
  • ich habe keinen Bund genäht, sondern Köperband genommen, weil es nicht so aufträgt.

 

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Ich habe vor Jahren schonmal einen genäht, der war mir aber von der Auslage her zu wuchtig. Also musste ein neuer her: Dieses Prachtexemplar von Schalentier ist ebenfalls nach dem Schnitt von Mantua Maker genäht, allerdings in der schmaleren Variante.

Beim Nähen hatte ich noch Sorgen, dass er mir nun vielleicht zu klein sein wird – aber nun, da er fertig ist, hat er die perfekte Auslage für mich 🙂

So schrecklich viele Making Of- Bilder habe ich nicht, aber die paar, die ich gemacht habe, möchte ich euch trotzdem zeigen:

In so einen Hummer gehört jede Menge Stahl. In Ermangelung von Endkappen habe ich die Enden dieses Mal erst mit dem Dremel abgerundet und dann mit hübschem roten Nagellack versehen. Ich bin gespannt, wie das funktioniert…

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Hier mal eine kleine Detailaufnahme der Tunnel. Im Gegensatz zum Schnittmuster habe ich keine durchgehenden Tunnel aufgenäht, sondern nur jeweils ein Stück an den Seiten und in der Mitte. Das hat den Vorteil, dass ich den Stahl ohne Probleme wieder rausnehmen kann, wenn das gute Stück mal gewaschen werden soll… Außerdem hat jeder Tunnel eine Öse bekommen, zum Schnüren.

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Auch bei der Rüsche weiche ich ein wenig vom Schnittmuster ab. Ich wollte mal was Neues probieren und habe eine doppelt gefaltete Kellerfalte ausprobiert.

Gefällt mir ganz gut. Die Kanten sind mit Schrägband eingefasst.

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Der ätzenste Teil beim Nähen ist der Bund. Den Teil im Rücken passend zu kräuseln ist nicht ganz so einfach – aus den Erfahrungen vom letzten Mal wußte ich, dass das Schnittmuster ein bißchen wenig Stoff hatte – also habe ich dieses Mal reichlich Zugabe gelassen – dadurch musste ich nun ein bißerl tüfteln, um die perfekte Linie hinzukriegen. Dann noch flugs die Seiten hübsch gefältet und schon war der Hummer fast fertig…

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Als letztes musste das Ganze noch in Form geschnürt werden – dieses Mal habe ich pro Tunnel ein eigenes Band genommen und keine Spiralschnürung mehr – so verändert sich die Schnürung nicht und der Hummer hält besser seine Form.

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Damit hätte ich dann auch das erste Teil für 12-12 2013 fertig.

Verbraucht habe ich knapp 2m Bomull, ein paar Meter Schrägband, nicht ganz so viel Köperband aber doch ganz ordentlich Stahl.

Damit fängt das Jahr ganz gut an, schauen wir mal, was noch alles folgen wird 🙂